KPÖ
Kommunistische Partei Österreichs (KPÖ)
Die KPÖ bildete sich im Jahr 1918 aus dem linken Flügel der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SDAP) heraus. Im Mai 1933 wurde die KPÖ verboten. Ihre Mitglieder engagierten sich weiterhin und bekannten sich zum Fortbestand Österreichs.
Während der Zeit des Nationalsozialismus (1938 bis 1945) leistete die KPÖ heftigen Widerstand gegen das Naziregime. Rund 2000 Parteimitglieder wurden aufgrund dieses Engagements von den Nationalsozialisten ermordet. Nach 1945 gehörte die KPÖ der provisorischen Regierung an. Ihren höchsten Anteil an Wählerstimmen erreichte die Partei im Jahr 1953 mit 5,3 %. Seit 1959 ist die KPÖ nicht mehr im Nationalrat vertreten.
Bis 1970 war die KPÖ in einzelnen Landtagen vertreten, bevor sie auf Landesebene alle ihre Mandate verloren hatte. Die KPÖ verlagerte ihre politische Arbeit auf die Ebene der Gemeinden. In Wien stellte die KPÖ 2005 zwei Bezirksräte.
Eine Ausnahme bildet Graz. Dort erreichte die KPÖ 1998 7,8 % der Stimmen und zog mit vier Mandaten in den Stadtsenat ein. 2003 erreichten sie vor allem durch das Engagement von Ernest Kaltenegger knapp 21 % der WählerInnenstimmen. Und schließlich erkämpfte der kommunistische Spitzenkandidat bei der steirischen Landtagswahl 2005 vier Mandate.
Bei der Grazer Gemeinderatswahl 2008 musste die KPÖ jedoch herbe Verluste hinnehmen und kam nur noch auf 11,2 % der Stimmen.
Gemäß den Parteistatuten dürfen Berufspolitiker der KPÖ nur 2.000 Euro ihres Gehaltes für sich verwenden, das restliche Geld widmen sie sozialen Zwecken.
Die steirische KPÖ akzeptiert die Beschlüsse des 33. Parteitages der KPÖ (11. u. 12. Dez. 2004) nicht und agiert seither autonom, auch wenn sie sich als Teil der KPÖ versteht.


















